Montag, 20. November 2017

Die richtige Verwendung von who und whom

Auch Muttersprachler verwenden who und whom oft falsch. So macht man es richtig:

Who ist das Subjekt in Relativsätzen:

Paul announced who is getting the award. (Paul gab bekannt, wer die Auszeichnung bekommt )

Anders als im Deutschen gibt es im Englischen kein Komma zwischen den beiden Teilsätzen, es ist aber wichtig zu erkennen, dass who das Subjekt des Teilsatzes who is getting the award ist.

Whom ist das Objekt im Relativsatz:

The car mechanic whom I trust is on vacation. (Der Automechaniker, dem ich vertraue, ist im Urlaub )

Das Subjekt in dem Teilsatz whom I trust ist I und whom ist demnach das Objekt.

* * *

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Montag, 13. November 2017

Die richtigen Schuhe für den Chicago-Winter

In den letzten Wochen hatte ich beruflich mit der Fashion PR Firm AMP3 in New York zu tun und eine der Marken, die diese Agentur vertritt, ist CAT Footwear. Dabei handelt es sich um die Schuhmarke des Baumaschinen-Herstellers Caterpillar. (Ich finde Modemarken von Firmen, die eigentlich nichts mit Mode zu tun haben, sehr interessant. Vor Jahren hatte ich sowohl ein Paar Schuhe und eine Jacke der Marke Camel und war damit sehr zufrieden.)

CAT Footwear kannte ich noch nicht. Die Marke stellt sowohl Arbeitsschuhe her (was natürlich Sinn macht), als auch Straßenschuhe für Damen und Herren. Und die sehen wirklich klasse aus.

Ich bin jetzt stolzer Besitzer eines Paares wasserdichter und rutschfester Deplete Boots, die mir hier in Chicago sehr von Nutzen sein dürften, denn im Winter wird es hier sehr kalt und die Gehwege sind nicht selten rutschig und feucht (wenn Salz gestreut wird).

Am Wochenende hatten wir jetzt schon den ersten Schnee und ich habe die Schuhe gleich einmal ausprobiert und war sehr zufrieden. Sie sind leicht, bequem und haben tatsächlich eine sehr gute Bodenhaftung.

Montag, 6. November 2017

Highways, Freeways und Interstates - Was ist der Unterschied?

Highways sind Fernverkehrsstraßen, die sowohl wie Autobahnen aussehen und funktionieren als auch durch Ortschaften und über Verkehrskreuzungen führen können.

Freeways sind Highways, die wie deutsche Autobahnen nur über spezielle Auf- und Abfahrten befahren werden können und deren Verkehrsfluss nicht durch Ampeln unterbrochen wird. Ihre Streckenführung kann auf einzelne Staaten beschränkt sein, aber auch als sogenannte Interstates durch mehrere Staaten verlaufen.

Die erste Straße, die von der Ostküste zur Westküste führte, war der Lincoln Highway, der 1913 eingeweiht wurde. Die Strecke begann am Times Square in New York City, ging durch 13 Bundesstaaten und endete nach 5.454 Kilometern am Lincoln Park in San Francisco. Der Highway wurde auch "The Main Street Across America" ("Amerikas Hauptstraße") genannt.

Während die Highways in den Anfangsjahren Namen wie Lincoln Highway, Ben Hur Highway, Atlantic Highway, Lakes-to-Sea Highway und Yellowstone Highway trugen, wurde 1926 ein System der nummerierten Fernverkehrsstraßen, U.S. Routes genannt, eingeführt.

1956 beschloss man schließlich, ein Interstate Highway System zu bauen. Die Planung dafür hatte schon 1938 begonnen, als Präsident Franklin D. Roosevelt dem Leiter der Straßenaufsichtsbehörde eine handgezeichnete Karte mit acht Interstate Highways gab. Präsident Dwight D. Eisenhower setzte dann den Beschluss zum Bau endgültig durch. Als Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa während des Zweiten Weltkrieges hatte er gesehen, wie wichtig ein solches Autobahnnetz war.

Aus: Fettnäpfchenführer USA

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Neuer USA-Podcast: Notizen aus Amerika

Kennt ihr schon den Podcast Notizen aus Amerika von Petrina Engelke?

Petrina lebt in New York, bloggt bei Moment-NewYork.de und ist Autorin des Buches Fettnäpfchenführer New York. Im März war sie hier bei 1000 kleine Dinge in Amerika zu Gast, mein Interview mit Petrina trug den Titel New York - Eine Stadt voller Geschichten.

Seit August ist Petrina auch Podcasterin und ich bin in den beiden ersten Folgen ebenfalls zu Wort gekommen.

In der ersten Folge geht es um das Thema "Essen" und in der zweiten Episode um das Thema "Verbrecher". Hört doch mal rein, es lohnt sich!

Freitag, 11. August 2017

Tipp zum Selbständig machen in den USA: Kauf einer Franchise

Viele Fast Food Restaurants, Hotels, Tankstellen und andere Service-Betriebe in den USA werden als franchises betrieben, d. h. sie haben individuelle Betreiber, die gegen Gebühren die Markennamen, Geschäftspraktiken und Zuliefermöglichkeiten von landesweit bekannten und erfolgreichen Unternehmen wie McDonald’s, Days Inn, BP oder 7-Eleven, aber auch von kleineren bzw. eher regionalen Firmen nutzen.

Das Betreiben einer franchise ist eine attraktive Geschäftsmöglichkeit, denn man bietet erprobte Produkte und Dienstleistungen unter einem bekannten Namen an. Die Mutterunternehmen schulen die Betreiber und übernehmen zudem die Werbung für die Marke. Auch die Finanzierung ist oft einfacher, da die Banken das Risiko hier recht gut einschätzen können.

Die Anfangsgebühren für das Recht, eine franchise zu eröffnen, und die fortlaufenden Betreiber-Gebühren können sich je nach Unternehmen sehr stark unterscheiden. Der Bau bzw. das Mieten von Gewerberäumen und die Ausstattung müssen nach den Richtlinien des Markenbesitzers erfolgen und die Kosten dafür ebenfalls vom Betreiber aufgebracht werden. Es gibt franchises, bei denen nur 30.000 Dollar Startkapital notwendig sind, und bei anderen muss man eine halbe Million Dollar investieren. Zudem gibt es geographische Einschränkungen, da die Unternehmen darauf achten, dass es nur eine franchise für einen bestimmten Einzugsbereich gibt. Das ist natürlich auch im Interesse der jeweiligen Betreiber.

Einen guten Überblick über verfügbare franchises, nach Industrie, Startkapital und Bundesstaat geordnet, kann man sich auf www.franchiseopportunities.com verschaffen.

Jetzt kaufen!Aus: Alltag in Amerika: Leben und Arbeiten in den USA

"Für alle, die mit dem Gedanken spielen, eine Zeit lang in den USA zu leben, wird das Buch eine nützliche Vorbereitungslektüre und dann vor Ort ein treuer Ratgeber sein." n-tv.de

Das Buch enthält viele weitere Informationen zum Thema Selbständig machen in den USA.

Dienstag, 23. Mai 2017

Spurensuche: Deutsche Einwanderer in Chicago

Um 1890 bestand ein Drittel der damals eine Million Einwohner zählenden Stadt Chicago aus deutschen Einwanderern. Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, insbesondere etwas abseits vom Zentrum, wird hin und wieder Spuren entdecken, die von den Deutschen in Chicago hinterlassen wurden.

Ich wohne seit zwei Jahren in Chicago und habe in dieser Zeit den Auswanderer-Roman Mit Müh und Not geschrieben, der 1886 in dieser Stadt spielt. Deshalb achte ich bei meinen Streifzügen besonders auf Spuren deutscher Auswanderer im 19. Jahrhundert. Hier ist eine Auswahl:

Die Kirche St. Michael wurde 1869 von deutschen Katholiken gebaut. Als einziges Gebäude im Stadtteil Old Town überstand sie den großen Stadtbrand des Jahres 1871 und bis 1885 war sie das höchste Bauwerk in Chicago:

St. Michael Katholische Kirche Chicago

Diese evangelische Kirche an der Ecke von Dickens Avenue und Fremont Street wurde 1916 von deutschen Einwanderern gebaut:

Evangelische Kirche Chicago

Deutsche Kirche Chicago

Der Turnverein Lincoln wurde 1885 gegründet und bestand bis 1994:

Turnverein Lincoln Chicago

Deutscher Turnverein Chicago

Der Germania Club, ein Verein deutscher Einwanderer, hat dieses Gebäude 1889 in Chicago gebaut:

Germania Club Chicago

Dieses ungewöhnliche Goethe-Denkmal wurde 1913 von deutschen Einwanderern in Chicago errichtet:

Goethe Denkmal Chicago

Dieses ebenfalls von Deutschen finanzierte Schiller-Denkmal stammt aus dem Jahr 1886:

Schiller Denkmal Chicago

Eugene Dietzgen (1862–1929) war der Sohn des Philosophen Joseph Dietzgen (1828–1888), ein Freund von Karl Marx und Friedrich Engels. Joseph Dietzgen übernahm während seiner letzten zwei Lebensjahre die Redaktion der Chicagoer Arbeiter-Zeitung, nachdem deren Chefredakteur August Spies hingerichtet wurde. (Darum geht es in meinem Roman Mit Müh und Not.) Sein Sohn Eugene kam ebenfalls nach Chicago und betrieb eine Fabrik für Büromöbel:

Dietzgen Chicago

Diese 1875 von deutschen Einwanderern gegründete Drogerie in Chicago hat bis heute überlebt:

Turnverein Lincoln Chicago

Falls ihr in die Welt der Deutschen in Chicago eintauchen wollt, empfehle ich euch meinen Auswanderer-Krimi "Mit Müh und Not", der 1886 in Chicago spielt.

"Wie auch mit den ersten beiden Bänden schaffte Kai Blum es erneut, mich zu begeistern. Authentisch schildert er die historischen Ereignisse und hat die fiktiven Charaktere mit ihren Erlebnissen gekonnt eingebaut." (Die-Rezensentin.de)

"Man spürt regelrecht die gespannte Atmosphäre in der Stadt." (Histo-Couch.de)

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